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Am Samstag stand erneut ein Stadtderby mit der Partie SG Dresden Striesen gegen TSV Rotation Dresden in der Landesklasse Ost an. Striesen hätte sich mit einem Sieg ganz nach vorn in der Tabelle schieben können, Rotation wollte auch gegen den Favoriten aus dem Dresdner Osten es wiederholt versuchen, endlich die ersten 3 Punkte in der neuen Spielklasse zu sichern. Das Spiel begann à la Champions League mit Einlaufkindern und der Hymne des Pokalwettbewerbs, die Sonne schien, der Rasen war grün - somit sollte die Begegnung ein Leckerbissen werden. Das Spiel begann erst mit einer gefährlichen Möglichkeit durch Alexander Albrecht für die Gastgeber, im Gegenzug der Paukenschlag: Die 0:1-Führung durch Sebastian Tews auf perfekter Vorarbeit von Erik Wernicke in der 2. Spielminute! Aber danach war Striesen spielerisch überlegen, Rotation agierte mehr mit langen Bällen auf die schnellen Offensivspieler. Es folgte in der 25. Minute einer von noch mehreren Aufregern, als Michael Kühn nach einem Schlag ins Gesicht durch den Gegenspieler und dem Reklamieren beim Unparteiischen die gelbe Karte sah. Nur wenige Minuten später bekam er wiederholt einen Schlag ab, jetzt war es der technische KO und der erste Wechsel musste frühzeitig vollzogen werden. Die Mannschaft von Stefan Zock kannte jedoch ein gutes Mittel gegen den Schock, nämlich das 0:2 durch den Kapitän Clemens Müller in der 30. Minute - erneut die Vorarbeit durch Erik Wernicke, welcher wieder über die Außenbahn durchziehen konnte. Das Spiel blieb dennoch weiterhin gleich, Striesen ließ Ball und Gegner laufen, Rotation kämpfte mit allen Mitteln und bekam ab und zu gute Kontersituationen. Jedoch pfiff der Schiedsrichter kurz vor der Halbzeit nach einem Foul im Strafraum an Erik Wernicke kräftig in seine Pfeife und zeigte auf den Punkt: Elfmeter für die Gäste von der Eisenberger Straße. Benjamin Baumann kam, sah und traf eiskalt vom Punkt zur 0:3-Führung! Dennoch gelang den Gastgebern noch durch eine zu kurze Faustabwehr von Jens Ulrich fast zum Pausenpfiff der Anschlusstreffer zum 1:3 durch Jonathan Schulz. Die 2. Hälfte war jedoch kaum angelaufen, da gab es erneut den Pfiff durch den Schiedsrichter, welcher erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte - zum Erstaunen aller Rotationer, denn ein harmloser Allerweltszweikampf sah dieser als Foul an. Striesens Kapitän Horst Rau, bekannt als sicherer Standardschütze, netzte den Ball sicher vom Punkt zum 2:3 ein. Nach dem Anschlusstreffer hätte man das Gefühl als Schwarz-Weißer bekommen können, dass sämtliche normale Zweikämpfe für die Gastgeber gepfiffen wurden. Es folgte natürlich eine Drangphase durch Striesen mit mehreren guten Möglichkeiten, doch diese gingen entweder vorbei oder Jens Ulrich hielt diese sicher. In der 77. Minute erfolgte durch Joker Felix Fichtelmann, vor 5 Minuten erst eingewechselt, auf Vorlage von Robert Franke, ebenso erst kurz zuvor eingewechselt, die mögliche Vorentscheidung mit dem 2:4 in der 77. Minute. Doch Striesen gab kein bisschen auf, es wurde fast nur noch auf ein Tor gespielt. In der 90. Minute dann der erneute Anschluss durch Jonathan Schulz zum 3:4 für Striesen. Jetzt begannen auch auf dem Platz immer mehr die Psychospielchen und Nickeligkeiten, sodass es etliche Minuten Nachspielzeit mit einigen Fouls, Zeitspielen und gelben Karten hinzukamen. Am Ende kam der erlösende Pfiff, da waren sie endlich, die langersehnten 3 Punkte und das auch noch im Derby! Jetzt heißt es Spannung halten, ordentlich regenerieren und am nächsten Wochenende die 2. Mannschaft des FC Oberlausitz Neugersdorf daheim zu empfangen (mf).

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